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6. Mai 2024
Kitso Lynn Lelliott erhält Henrike Grohs Art Award 2024

Kitso Lynn Lelliott aus Botswana erhält den Henrike Grohs Art Award 2024, eine vom Goethe-Institut und der Familie Grohs gegründete Auszeichnung für afrikanische Künstler*innen im Bereich Bildende Kunst. Der Preis wurde in Erinnerung an Henrike Grohs, die frühere Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan, eingerichtet und ist mit 20.000 Euro sowie 10.000 Euro für eine Veröffentlichung dotiert. Frederick Ebenezer Okai (Ghana) und Wambui Kamiru Collymore (Kenia) wurden als Zweitplatzierte ausgewählt und erhalten jeweils ein Preisgeld von 5.000 Euro.

„Kitsos Werk hat uns vor allem wegen seiner Artikulation von Ungehorsam und Störung beeindruckt. Die Notwendigkeit, über die traditionellen Bezüge zu den Kolonialmächten hinauszublicken, wird nachdrücklich bekräftigt. Wir betrachten Kitsos Werk nicht als eine endgültige Errungenschaft, sondern als einen konstanten Zustand des Werdens – eine Metapher für die Künstlerin selbst. Kitso verkörpert eine fortwährende Neuerfindung, wobei sie die Vorstellung eines fertigen Werks zugunsten eines Werks, das existiert und immer wieder neu entsteht, ablehnt, was für eine kontinuierliche und sich entwickelnde künstlerische Reise steht“, lautet die Begründung der Jury, die sich aus Marie Helene Pereira (Chefkuratorin, Haus der Kulturen der Welt in Berlin, Deutschland), Meriem Berrada (künstlerische Leiterin, MACAAL in Marrakesch, Marokko) und Tandazani Dhlakama (Kuratorin am Zeitz Museum of Contemporary Art in Kapstadt, Südafrika) zusammensetzt.

Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, sagte: „Der Henrike-Grohs-Kunstpreis fördert zu Ehren seiner Namensgeberin die Prinzipien und Werte des internationalen Kulturaustauschs im Sinne des Goethe-Instituts und steht als Leuchtturm für die Anerkennung und Förderung herausragender künstlerischer Talente. Für die vierte Ausgabe des Preises wurden 690 Bewerbungen aus 40 afrikanischen Ländern eingereicht, so viele wie nie zuvor. Ich gratuliere der Hauptgewinnerin Kitso Lynn Lelliott aus Botswana, die mit ihrem außergewöhnlichen Talent und ihrer Kreativität die Herzen und Köpfe unserer geschätzten Jurymitglieder erobert hat, sowie den beiden verdienten Zweitplatzierten Wambui Kamiru Collymore aus Kenia und Frederick Ebenezer Okai aus Ghana.“

Mehr Informationen zu den drei Finalist*innen finden Sie unter www.henrikegrohsartaward.africa

Über Kitso Lynn Lelliott
Kitso Lynn Lelliott bewegt sich zwischen Videoinstallation, Film und Schreiben. Sie beschäftigt sich mit Äußerungen aus Räumen jenseits der epistemischen Macht und der Krise, die solche epistemisch ungehorsamen Äußerungen für die Hegemonie bedeuten. 2017 war sie Preisträgerin des Iwalewa Haus-Kunstpreises und Gastkünstlerin beim The Flaherty Seminar 2018. 2019 gewann Lelliott den NIHSS-Preis für visuelle Kunst. Sie war bis 2022 am Centre for Humanities Research in Kapstadt tätig, bevor sie einen Lehrauftrag an der University of the Witwatersrand annahm.

Über den Henrike Grohs Art Award
Der Henrike Grohs Art Award wird alle zwei Jahre verliehen. Gegründet wurde die künstlerische Auszeichnung 2018 vom Goethe-Institut und der Familie Grohs in Erinnerung an Henrike Grohs, der früheren Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan. Er richtet sich an junge Künstler*innen oder Künstler*innenkollektive im Bereich der Bildenden Kunst, die in Afrika leben und arbeiten. Angesichts der Herausforderungen auf dem afrikanischen Kontinent möchte der Preis besonders Künstler*innen unterstützen, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Gleichwohl ist die künstlerische Qualität das ausschlaggebende Kriterium für die Auszeichnung. Der Preis ist mit einer offenen Ausschreibung verbunden und eine unabhängige Fachjury wählt den/die Gewinner*in aus.

Über Henrike Grohs
Henrike Grohs studierte Ethnologie und war von 2013 bis 2016 Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan. Sie war Mitbegründerin des Projekts „Next – Interkulturelle Projekte“ am Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Von 2002 bis 2009 wirkte Henrike Grohs als Projektleiterin im Bildungsprogramm der Berliner Philharmoniker. 2009 wurde sie Beraterin im Bereich Kultur und Entwicklung des Goethe-Instituts Südafrika. Zusammen mit 17 weiteren Personen wurde Henrike Grohs 2016 bei einem terroristischen Angriff in der Elfenbeinküste ermordet. Sie wurde 51 Jahre alt.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit derzeit 151 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. www.goethe.de

Kontakt:

Katrin Figge
Pressereferentin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel. +49 89 15921 002
katrin.figge@goethe.de


 

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